Demenz: 2. Was ist „Demenz“?

Demenz ist ein Oberbegriff für verschiedene Krankheitsformen mit unterschiedlichen Ursachen und Verläufen. Eine Demenz ist eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns mit Auswirkungen auf das Gedächtnis, die Orientierungsfähigkeit, die Sprache und das soziale Verhalten. Die Verhaltensweisen eines Menschen mit Demenz ändern sich im Verlauf der Krankheit und körperliche Symptome nehmen häufig zu. Für Menschen mit Demenz wird es zunehmend schwieriger, das normale Alltagsleben zu bewältigen. Sie benötigen immer mehr Hilfe und Unterstützung.

Eine Demenz ist nicht heilbar. Es gibt aber Möglichkeiten, das Fortschreiten der Krankheit zu verzögern und bestimmte Symptome zu behandeln. Wichtig ist, dass die Behandlung früh beginnt.

Die Krankheit hat körperliche Ursachen. Bei den meisten Demenzerkrankungen sind Veränderungen im Gehirn verantwortlich. Viele Menschen schämen sich, wenn sie erfahren, dass sie Demenz haben, aber sie können nichts dafür.

Häufigkeit

In Deutschland sind etwa 1,4 Millionen Menschen von einer Demenzerkrankung betroffen (2012). Die Häufigkeit von Demenzerkrankungen nimmt mit dem Lebensalter zu. Es gibt bisher keine verlässlichen Daten dazu, wie viele gehörlose Menschen Demenz haben. Fachleute gehen davon aus, dass die Häufigkeit von Demenzerkrankungen bei gehörlosen und hörenden Menschen gleich ist. Das bedeutet, dass es derzeit schätzungsweise 1.400 gehörlose Menschen mit Demenz in Deutschland gibt.

Verschiedene Formen von Demenz

Unter dem Begriff Demenz werden unterschiedliche Krankheitsformen zusammengefasst. Davon ist Alzheimer die Demenzerkrankung, die am häufigsten vorkommt: Etwa 60 Prozent der Menschen mit Demenz haben Alzheimer. Alzheimer führt dazu, dass in bestimmten Bereichen des Gehirns allmählich Nervenzellen absterben und sich die Verbindungen zwischen den Zellen auflösen.

Es gibt noch andere Formen von Demenz, wie etwa die vaskuläre Demenz, frontotemporale Demenz oder die Lewy-Body-Demenz. Da sich die Symptome und die Behandlungsmöglichkeiten unterscheiden, ist eine frühzeitige Diagnose wichtig.

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